Die Sache mit der Schleuse

Es ist schon eine praktische Sache, so eine Schleuse an dem Vorzelt.
Vor allem für Camper, die zwar einen Dauerstellplatz haben, aber auch gerne unterwegs sind. So wie wir.
Denn, eines ist klar,- so ein Vorzelt erweitert den Wohnbereich auf dem Heimatplatz erheblich.
Und da wir immer mal wieder gefragt werden, wie das denn nun funktioniert mit so einer Schleuse, versuchen wir es hier einmal zu erklären.




Unser Vorzelt ist etwas kürzer als unser WoWa. Fenster und Tür(en) werden bei den Dauerstandzelten auf Kundenwunsch angebracht. Unsere Eingangstür befindet sich auf der linken Seite. An dieser Stelle hat das Dach einen Überstand von 50cm.






Der WoWa steht mit einem Abstand von ca. 10cm parallel zum Vorzelt. Der genaue Abstand richtet sich nach der Dicke der Andrückpolster. Diese können je nach Hersteller natürlich anders beschaffen sein.
Im Bild ist die Ansicht von außen vorbei am seitlichen Heckfenster zu sehen.





Von innen sieht man (bei uns), außer die Eingangstür, nicht viel vom WoWa. Wir haben den Türausschnitt breiter gewählt. Das haben wir bewusst so entschieden. Wir haben bei einigen Besichtigungen der Nachbarzelte festgestellt, dass oftmals nur die reine Türbreite als Ausschnitt gewählt wurde. Das hat allerdings zur Folge, dass die Eingangstür zum WoWa nicht vollständig geöffnet werden kann. Es beengt den Durchgang ein wenig.




Im oberen Teil der Bilder ist die aufgerollte Rückwand des Vorzeltes zu erkennen. Links und rechts sieht man die beiden Andrückpolster. Sie bilden den Wind,- und Wasserdichten Abschluß zur linken und rechten Seite.






Nach unten erfolgt der Abschluss mit Hilfe einer Abschlußplane, ähnlich wie sie von einem normalen Vorzelt her bekannt ist. Sie besteht aus genau dem gleichen PVC-Material wie das gesamte Vorzelt und ist eine Maßanfertigung, die genau in unseren Ausschnitt passt.
Zu erkennen ist, dass das Andrückpolster bis nach unten in die Abschlußplane reicht.



Und nach oben sorgt die Schleuse für einen dichten Abschluss. Sie ist ebenfalls aus dem gleichen PVC-Material hergestellt wie das Vorzelt. Auf der einen langen Seite der Schleuse befindet sich ein Kedereinzug, genau wie bei einem Vorzelt. Auf der gegenüberliegenden langen Seite befindet sich ein Reißverschluss. Mit diesem Reißverschluß wird das Vorzelt verbunden.
Auf dem Bild ist schön zu erkennen, dass die Schleuse im angebautem Zustand eine große "Lose" mit sich bringt. Sie ist also um einiges breiter als die ca. 10cm Abstand von WoWa und Vorzelt. Das muss auch so sein. Die Schleuse sollte niemals zu eng gewählt werden. Der Zelthersteller macht das aber automatisch richtig.
Auch hier ist zu erkennen, dass das Andrückpolster bis nach oben an die Schleuse reicht.
   

Die Abfahrt








Als erstes entfernen wir die beiden Andrückpolster, links und rechts von der Tür,- und den unteren Abschluss. Diese Arbeiten sind bequem von innen zu erledigen.







Um die Verbindung oben zwischen WoWa und Vorzelt zu entfernen muß man nach draußen. Auf dem Bild ist die Schleuse in der Außenansicht zu sehen. Der Reisverschluß befindet sich links unterhalb der am Vorzelt angebrachten Lasche.






An dem Reißverschluß wird nun eine lange Leine angebunden. Das lange Ende der Leine wird auf die gegenüberliegende Seite geworfen.


Nun kann auf der anderen Seite an der Leine vorsichtig gezogen werden, um den Reißverschluß der Länge nach zu öffnen. Sicherheitshalber sollte die WoWa-Eingangstür geschlossen sein. Es passiert oft, dass sich Regenwasser (im Winter Schnee) in den Falten der Schleuse sammelt. Dieses läuft dann beim öffnen heraus und sollte nicht die offene Eingangstür treffen.






Hier ist zu erkennen, dass sich die Schleuse nun nur noch in der Kederleiste befindet.




Sie kann nun, wie ein Vorzelt, aus der Kederleiste gezogen werden.





Nun stehen WoWa und Vorzelt getrennt von einander. Der WoWa kann nun vorsichtig heraus gefahren werden. Das sollte langsam und mit Bedacht erfolgen, egal bei welchem Wetter! Der Abstand von WoWa und Vorzelt beträgt max. 10cm. Und ein kleiner unbedachter Schlenker vorne, kann hinten die Kollision mit dem Vorzelt bedeuten.





Der WoWa hat seinen Stellplatz verlassen.





Und hier ist Rückwand vollständig geschlossen. Die Reise kann beginnen.

Die Ankunft

Bei Ankunft fahren wir den WoWa rückwärts bis an das Vorzelt heran. Als erstes wird der Ausschnitt der Rückwand geöffnet und aufgerollt. Anschließend wird der WoWa langsam, parallel zum Vorzelt geschoben, oder gefahren. Die einzige Schwierigkeit ist eigentlich nur, den WoWa genau parallel und im richtigen Abstand zum Vorzelt ab zu stellen. Hierbei ist im Besondern auf den geringen Abstand von ca. 10cm zu achten. Auch wenn das Wetter bei der Ankunft, bzw. bei der Abfahrt alles andere als gemütlich ist, lassen Sie sich Zeit! Zu schnell ist ein, durch Hektik verursachter, Schaden endstanden. Alle die einen Mover ihr Eigen nennen haben es ein wenig einfacher. Einfach, weil der WoWa viel leichter an seinen Platz gebracht werden kann, als von Hand. Für die Niveauausrichtung der Querachse haben wir auf unserem Stellplatz Betonplatten. Somit steht der WoWa bei der Ankunft zumindest in Querrichtung in der Waage. Das erleichert auch die Annäherung an das Vorzelt erheblich.




Steht der WoWa an seiner vermeindlich richtigen Stelle, muß er auch in Längsrichtung ausgerichtet werden. Anschließend müssen alle in der Zeltwand eingebrachten Dürchlässe auf ihre Funktion hin überprüft werden. Bei uns z.B. befindet sich die Toilettenklappe auf der Vorzeltseite. Und damit wir zu jeder Zeit an den Schmutztank können, hat unser Vorzelt an einer Stelle eine kleine Öffnungsmöglichkeit im Zelt.

Erst wenn alles überprüft worden ist,- und der WoWa in der Waage steht, kann damit begonnen werden, die Stütze herunter zu drehen.
Anschließend waschen wir den Bereich der Eingangstür mit warmen Wasser und flüssiger Schmierseife sauber ab. Insbesondere der Bereich an denen sich die Andrückpolster befinden, sollten keinen Schmutz mehr aufweisen. Der Lack wird ansonsten unnütz in Mitleidenschaft gezogen.

Und nun wird in umgekehrter Reihenfolge wie bei der Abfahrt gearbeitet. Als erstes wird die Schleuse in die Kederleiste am WoWa eingezogen. Anschließend wird mit dem Reisverschluß die Verbindung zum Vorzelt hergestellt. Nun sind weitgehends alle "Außenarbeiten" abgeschlossen. Von innen werden die Andrückpolster und die untere Abschlußplane angebracht.
Nun sind WoWa und das Vorzelt wieder eine Einheit.


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